Begräbnis

Ich bin nicht weit weg, ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.

Liebe Angehörige!

Sie haben einen großen Verlust zu beklagen. Ein ganz konkreter Mensch ist nicht mehr da, ein Platz am Tisch bleibt leer. Es tut weh und schmerzt. Als Pfarrgemeinde möchten wir ihnen unsere Anteilnahme und unser Gebet zusichern.

Wir wollen ihnen in der Trauer beistehen, in dem wir uns Zeit nehmen zum Gespräch. Gemeinsam erinnern an Schönes, Gutes, vielleicht auch Schwieriges. Fragen, Ringen, Austauschen über unsere Vorstellungen zu dem, was uns nach dem Tod erwartet. Zeugnis geben von unserer Hoffnung auf Auferstehung.
In der Unterstützung bei Vorbereitung und Gestaltung des Begräbnisses sowie im gemeinsamen Beten (und ev. Messe-Feiern) versuchen wir mitzuhelfen, dass bei aller Trauer in der Dunkelheit auch Gottes Hoffnungslicht leuchtet.

Wir wünschen Trost und Hoffnung, viel Kraft und die Erfahrung der Nähe unseres Gottes, der Auferstehung und ewiges Leben schenkt!

Pfarrer Werner Pirkner und die BegräbnisleiterInnen der Pfarrengemeinschaft Raum Schwechat

1. Begräbnis-Ablauf

Ein Begräbnis besteht im Raum Schwechat meist aus 2 Teilen:

In der Friedhofshalle: Musik, Begrüßung, Gebet, Bibelstelle, Predigt, ev. Musik, Fürbitten, Vater unser, Verabschiedung, Musik
Am Grab: Segnung des Grabes, Absenken des Sarges, Besprengen mit Weihwasser und Bestreuen mit Erde, Glaubensbekenntnis, Abschluss

Unser Team der Begräbnis-Leitenden besteht aus vom Bischof speziell beauftragten Frauen und Männern, Diakonen und Priestern.
Gerne berücksichtigen wir Wünsche, wenn sie jemand Bestimmten wünschen, die/der ein Begräbnis leiten soll.

Den konkreten Ablauf können sie gemeinsam mit den BegräbnisleiterInnen besprechen.

Bitte wählen sie Bibelstelle, Fürbitten und ev. Texte, die ihnen zusagen. Diese können sowohl von Familien-Mitgliedern, Freunden oder auch von den BegräbnisleiterInnen vorgetragen werden.
Bitte teilen sie ihre Wünsche der/dem BegräbnisleiterInnen mit!

Selbstverständlich sind wir (wenn wir angefragt werden) auch bei Begräbnissen von Menschen, die nicht oder nicht mehr der Katholischen Kirche angehören, und gestalten auf Wunsch der Angehörigen eine „Kirchliche Tröstung“.

Oft rundet eine Seelenmesse oder Auferstehungsmesse die Abschiedsrituale ab.

2. Bibeltexte

Ich weiß: mein Erlöser lebt: Ijob 19,25-27
Ijob sprach: Ich weiß: mein Erlöser lebt. Ihn selber werde ich dann für mich schauen; meine Augen werden ihn sehen, nicht mehr fremd. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust.

Der Herr ist mein Hirte: Ps 23
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen auf ewig.

Alles hat seine Zeit: Koh 3,1-8.14
Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:
eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz; eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen, eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.
Alles, was Gott tut, geschieht in Ewigkeit.

Vertrau auf Gott, er wird dir helfen: Sir 2,6-9
Vertrau auf Gott, er wird dir helfen, hoffe auf ihn, er wird deine Wege ebnen.
Hofft auf sein Erbarmen. Vertraut auf ihn und er wird euch den Lohn nicht vorenthalten. Hofft auf Heil, auf immer währende Freude und auf Erbarmen!

Gott, beseitigt den Tod für immer: Jes 25,6-9
Der Herr der Heere wird auf diesem Berg für alle Völker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten und feinsten Speisen, mit besten, erlesenen Weinen.
Er zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, und die Decke, die alle Völker bedeckt.
Er beseitigt den Tod für immer. Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht.
An jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, er wird uns retten.

Ich bin dein Retter: Jes 43,1-3
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst zu mir.
Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt, keine Flamme wird dich verbrennen. Denn ich, der Herr, bin dein Gott, ich, bin dein Retter.

Ich vergesse dich nicht: Jes 49,14-16
Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen.
Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände – Spruch des Herrn.

Der Tod hat keine Macht mehr: Röm 6,3-9
Wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden. Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.
Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.

Nichts kann uns scheiden von der Liebe Christi: Röm 8,31-39
Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert? All das überwinden wir durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Ob wir leben oder sterben: Wir gehören dem Herrn: Röm 14,7-9
Keiner von uns lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber: Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.
Denn Christus ist gestorben und lebendig geworden, um Herr zu sein über Tote und Lebende.

Unser Heimat ist im Himmel: Phil 3,20-21
Unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.

Wir werden immer beim Herrn sein: 1 Thess 4,13-18
Schwestern und Brüder, wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben.
Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen. Dann werden wir immer beim Herrn sein.
Tröstet also einander mit diesen Worten!

Ihre Werke begleiten sie: Off 14,13
Ich hörte eine Stimme vom Himmel her rufen: Schreibe! Selig die Toten, die im Herrn sterben, von jetzt an; ja, spricht der Geist, sie sollen ausruhen von ihren Mühen; denn ihre Werke begleiten sie.

Der Tod wird nicht mehr sein: Off 21,1-4
Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.
Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.

Selig die Trauernden, sie werden getröstet: Mt 5,3-12
Jesus sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

Kommt alle zu mir, ich werde euch Ruhe verschaffen: Mt 11,28-30
Jesus sagte: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid: Mt 25,31-40
Jesus sprach: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Mein Gott, warum hast du mich verlassen: Mk 15,33-39
Zu Mittag brach über das ganze Land eine Finsternis herein. Sie dauerte drei Stunden. Jesus rief mit lauter Stimme: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Dann hauchte er den Geist aus. Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.

Ich bin die Auferstehung und das Leben: Joh 11,17.21-27
Jesus fand Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.
Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?
Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

Jesus weinte: Joh 11,32-44
Maria fiel Jesus zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder Lazarus nicht gestorben. Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert und weinte.
Er sagte: Nehmt den Stein weg! Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Dann rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen!

Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen: Joh 14,1-6
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:  Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.
Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin die gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Ich habe den Herrn gesehen: Joh 20,11-18
Maria Magdalena stand draußen vor dem Grab Jesu und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

3. Fürbitten, Dank, persönliche Worte

Wir dürfen gerade auch beim Begräbnis sagen, was uns bewegt, was uns am Herzen liegt. Wir können Gott all unsere Traurigkeit anvertrauen, unsere Sorgen und Fragen, Bitte und Dank, auch unsere Hoffnung.
Bitte formulieren sie an Gott gerichtete Fürbitten und/oder Dankesworte! Diese können von mehreren Personen gesprochen werden oder von der/m BegräbnisleiterIn. Gemeinsame Antwort ist „Wir bitten Dich, erhöre uns!“ oder „Wir danken dir, oh Herr.“
Wenn sie möchten, können sie auch (zusätzlich) persönliche Worte an die/den Verstorbenen schriftlich formulieren, die ev. die/der BegräbnisleiterIn in ihrem Namen vorliest.

Beispiele:

Gott, wir danke dir für …, besonders für ihre/seine …
Guter Gott, danke für alles Gute und Schöne, dass wir mit … gemeinsam erleben durften.
Lebendiger Gott, schenke … Auferstehung und ewiges Leben bei dir.
Belohne … für alles Gute, das sie/er uns geschenkt und für uns getan hat.
Lieber Gott, verzeihe … alles, was sie/er aus Schwäche getan oder schuldig geblieben ist.
Gott, verzeihe auch uns, was wir wissentlich oder unbewusst unserer/m Verstorbenen schuldig geblieben sind.
Vater, wir stehen vor Dir mit großem Schmerz. Hilf uns!
Guter Gott, tröste die trauernden Angehörigen und schenk uns die Hoffnung auf ein Wiedersehen bei Dir.
Wir beten für alle, die keine Hoffnung haben: Führe sie mit Menschen zusammen, die ihnen Verständnis und Hilfe entgegenbringen.
Schenk uns allen eine gute Sterbestunde und das ewige Leben bei dir.

4. Trauern kann und darf dauern

Abschied nehmen, Trauern, Verarbeiten kann lange dauern, und das Erinnern soll nie aufhören.
So gibt es im Raum Schwechat übers Jahr verteilt mehrere Möglichkeiten zum gemeinsamen Gedenken aus dem reichen Schatz der kirchlichen Rituale und zusätzlich verschiedene Möglichkeiten, um Unterstützung in der persönlichen Trauer zu erhalten:

  • das Allerseelen-Requiem, wir beten besonders für die Verstorbenen des letzten Jahres
  • Friedhofsandachten zu Allerseelen oder Weihnachten Bei einer Messe kann besonders auch für einzelne Verstorbene gebetet werden, vielleicht anlässlich des Geburts- oder Sterbetages. Gerne notieren wir im Pfarrbüro ihre Intention.
  • persönliche Trauerbegleitung, unsere SeelsorgerInnen sind gerne für sie da!

Auf der anderen Seite des Weges
Der Tod ist nichts. Ich bin nicht ins Nichts gefallen. Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen. Ich bin ich, ihr seid ihr, das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt, sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt, gebraucht nie eine andere Redensweise. Seid nicht feierlich oder traurig. Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet, lacht, denkt an mich, betet für mich, damit mein Name im Haus ausgesprochen wird, so, wie es immer war, ohne irgendeine besondere Bedeutung, ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war. Der Faden ist nicht durchschnitten. Warum soll ich nicht mehr In euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg, ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.

Charles Péguy, 1873-1914