Taufe

Liebe Eltern!
Wir freuen uns mit euch über die Geburt eures Kindes!

Herzliche Einladung, Teil unserer kirchlichen Gemeinschaft zu sein bzw. zu werden!

Es gibt viele Möglichkeiten, gerade auch als Familie mit dabei zu sein und Gottesnähe, Gemeinschaft, Freude, Sinn, Austausch, Unterstützung usw. zu erfahren!

Gerne taufen wir euer Kind!
Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft der Eltern, ihr Kind im Glauben zu erziehen.
Taufen sind möglich in der Osternacht, in einer Sonntagsmesse oder bei einem eigenen Gottesdienst.
Oder wir feiern eine Segensfeier, und die Taufe kann zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, z.B. bei der Kommunion-Vorbereitung.

Taufpatinnen/-paten übernehmen die besondere Aufgabe, einem Kind als Bezugsperson (zusätzlich zu den Eltern) Vorbild, Gesprächspartner und Glaubenszeuge zu sein. Sie versprechen mitzuhelfen, dass dieses Kind in eine Freundschaft mit Gott und in die Gemeinschaft der Kirche hineinwachsen kann.
(Rechtliche Mindest-Anforderung: selbst katholisch getauft und nicht ausgetreten.)
>>> zur Seite für Taufpaten

Wir wünschen euch und eurem Kind Gottes reichsten Segen!
Pfarrer Werner Pirkner und die Pfarren-Gemeinschaft Raum Schwechat

Was ist vorzubereiten?

Dokumente zur Anmeldung der Taufe

  • Taufkind: Geburtsurkunde, Meldezettel
  • Eltern: Taufscheine und ev. Trauungsschein
  • Patin/Pate: Taufschein, ev. mit eingetragener Firmung, Meldezettel, ev. Trauungsschein

Im Taufgespräch besprechen wir Ablauf und Gestaltung der Tauffeier.

Musik
Welche Art von Musik möchtet ihr?
Wer musiziert? Braucht ihr Unterstützung beim MusikerInnen-Suchen?
Welche Lieder sind gewünscht?
> Bitte dem Taufspender oder im Pfarrbüro bekanntgeben!

Bibel-Lesung
Welche Bibelstelle gefällt euch und passt zu eurem Kind?
Bitte einen Bibel-Text aussuchen! Wer liest?
> Bitte dem Taufspender oder im Pfarrbüro bekanntgeben!

Fürbitten
Was möchtet ihr von Gott bei der Taufe erbitten, wofür wollt ihr danken? Wer soll eine Fürbitte / einen Dank sprechen?
> Bitte Fürbitten vorbereiten!

Taufkerze
Meist besorgen die Taufpaten die Taufkerze.
Gerne werden auch die Taufkerzen der Geschwister und aller Kinder in der Feier entzündet.
> Bitte den anderen mitfeiernden Familien mitteilen, dass sie die Taufkerzen ihrer Kinder mitnehmen sollen!
> Bitte nehmt die Taufkerze(n) mit!

Gemeinschaft
> Bitte dem Taufspender oder im Pfarrbüro bekanntgeben, wie viele Personen mitfeiern werden!

Variante 1: Taufe in der Sonntags-Gemeindemesse
Feierlicher Einzug mit Eltern, Geschwistern, Patin/Pate und Taufkind
Begrüßung und Gespräch
Kreuzzeichen
Predigt für die Gemeinde und für die Tauffamilie
nach der Predigt: Glaubensbekenntnis,
Taufe, Salbung mit Chrisam, Taufgewand, Taufkerze
Fürbitten: Gerne auch 2-3 Fürbitten aus der Familie für das Taufkind

Variante 2: Taufe als eigener Gottesdienst
1. Eröffnung (meist vor der Kirche)
Begrüßung und Gespräch
Gebet
2. Wortgottesdienst
Lesung aus der Bibel
Predigt
Bezeichnung mit dem Kreuzzeichen
ev. Anrufung der Heiligen
Fürbitten
3. Spendung der Taufe
Segnung des Taufwassers
Absage und Glaubensbekenntnis
Taufe
Salbung mit Chrisam
Taufgewand
Taufkerze
4. Abschluss der Tauffeier (meist rund um den Altar)
Vater unser
Segen

a) Musik
Welche Art von Musik möchtet ihr? Gibt es MusikerInnen in der Familie oder im Familien-Umfeld? Wie sangesfreudig und -fähig ist die Feier-gemeinschaft? Welche Lieder wollt ihr singen? Oder wollt ihr lieber Musik abspielen?
Die meisten Familien wählen 3-5 Musikstücke, z.B.:

  • Zum Beginn oder zum Einzug
  • Zur Bezeichnung mit dem Kreuz
  • Nach der Taufe
  • Zum Entzünden der Kerzen
  • Vater unser
  • Zum Schluss

Bitte dem Taufspender oder im Pfarrbüro bekanntgeben

b) Begrüßung und Gespräch
Die Tauffeier beginnt mit einem Gespräch zwischen Taufspender und Eltern / Paten.

„Liebe Eltern, welchen Namen habt ihr Eurem Kind gegeben?“
Eltern: … (sämtliche Vornamen)
„Was erbittet ihr von der Kirche für euer Kind?“
Eltern: „Die Taufe!
„Seid ihr bereit, euer Kind im Glauben zu erziehen?“
Eltern: „Ja!
„Liebe Patin, lieber Pate, bist du bereit, mitzuhelfen, dass dieses Kind Christus kennenlernt und in die Kirche hineinwächst?“
Patin/e: „Ja!

Gerne kann auch mehr gesagt werden, z.B. zum Namen des Kindes oder zur Bereitschaft, dieses Kind zu begleiten.

c) Lesung aus der Bibel
Bitte eine der folgenden Bibelstellen (oder eine, die speziell zu eurem Kind und seinem Namen passt) aussuchen und bekannt geben!


Ich habe dich beim Namen gerufen, ich bin mit dir: Jes 43,1-7
Jetzt aber – so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, und der dich geformt hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir.
Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt, keine Flamme wird dich verbrennen. Denn ich, der Herr, bin dein Gott, ich bin dein Retter. Weil du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich dich liebe, gebe ich für dich ganze Länder und für dein Leben ganze Völker. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.

Ich habe dich ausersehen: Jer 1,4-8
Das Wort des Herrn erging an mich: Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.
Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden. Fürchte dich nicht; denn ich bin mit dir, um dich zu retten – Spruch des Herrn.

Ich gieße reines Wasser über euch aus: Ez 36,24-28
Ich hole euch heraus aus den Völkern, ich sammle euch aus allen Ländern und bringe euch in euer Land.
Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen. Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.
Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gab. Ihr werdet mein Volk sein und ich werde euer Gott sein.

Der Herr ist mein Hirte: Ps 23
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden m folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen auf ewig.

Ich bin bei euch: Mt 28,18-20
Jesus trat auf die Apostel zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Du bist mein geliebtes Kind: Mk 1,9-11
In jenen Tagen kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebtes Kind, an dir habe ich Gefallen gefunden.

Jesus und die Kinder: Mk 10,13-16
Einige Menschen brachten ihre Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute ab.
Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

Dieses Wasser schenkt ewiges Leben: Joh 4,5-14
Jesus kam zum Jakobsbrunnen. Er war vom langen Weg müde geworden und setzte sich an den Brunnen. Es war gegen Mittag. Da kam eine samaritanische Frau zum Wasserholen, und Jesus sagte zu ihr: Gib mir einen Schluck Wasser!
Die Frau antwortete: Du bist Jude und ich bin eine Samaritanerin. Wie kannst du mich da um etwas zu trinken bitten? Die Juden vermeiden nämlich jeden Kontakt mit Samaritanern.
Jesus antwortete: Wenn du wüsstest, was Gott schenken will und wer dich jetzt um Wasser bittet, dann hättest du ihn um Wasser gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.
Da sagte die Frau: Woher willst du lebendiges Wasser haben? Unser Stammvater Jakob hat uns diesen Brunnen hinterlassen. Du willst doch nicht sagen, dass du mehr bist als Jakob?
Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt.
Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser!

Getauft auf Christi Tod und Auferstehung: Röm 6,3-5
Wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.

Gott wird bei den Seinen alles zum Guten führen: Röm 8,28-32
Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind; denn alle, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei. Die aber, die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.
Was ergibt sich nun, wenn wir das alles bedenken? Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Kinder Gottes: Gal 3,26-28
Ihr seid alle durch den Glauben Kinder Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid eins in Christus Jesus.

d) Gebet der Heiligen
Wenn die Anrufung der Heiligen, der Namenspatrone, gewünscht wird, bitte um eine Liste mit jenen Namenspatronen des Kindes und der engsten Angehörigen, die um ihr Gebet, ihre „Fürsprache“ angerufen werden sollen!

e) Fürbitten, Dank, persönliche Worte
Wir dürfen gerade auch bei der Taufe sagen, was uns bewegt, was uns am Herzen liegt. Wir können Gott alles anvertrauen, Bitte und Dank, Freude und Hoffnung, Sorgen und Fragen.
Bitte formuliert etwa 3-7 an Gott gerichtete Fürbitten und/oder Dankesworte! Diese können von verschiedenen Personen gesprochen werden.
Oder: Überlegt euch grundsätzliche Anliegen, verteilt diese Themen und lasst jene, die sprechen sollen, ihre Texte selbst formulieren.
Gemeinsame Antwort: „Wir bitten Dich, erhöre uns!“ oder „Wir danken dir, oh Herr.“

Beispiele

  • Gott, wir danken dir für …, besonders für ihre/seine …
  • Guter Gott, danke für die Gesundheit unseres Kindes und für unser gemeinsames Glück.
  • Lebendiger Gott, begleite … auf ihrem/seinem Lebensweg mit all deiner Liebe.
  • Gütiger Gott, schenke unserem Kind Gesundheit und Freude.
  • Hilf …, in eine lebendige Freundschaft mit dir hineinzuwachsen.
  • Vater, unterstütze die Eltern von …, ihr Kind liebevoll zu erziehen.
  • Ermutige die Patin / den Paten …, ihrem/seinem Taufkind ein gutes Vorbild zu sein.
  • Denk an alle Verstorbenen unserer Familie und lass sie bei dir geborgen sein.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch (zusätzlich) persönliche Worte an euer Taufkind formulieren.

f) Absage und Glaubensbekenntnis
Unmittelbar vor der Taufe bekennen Eltern und Paten (als wesentliche Voraussetzung für die Taufe) ihren Glauben, in einem Gespräch (z.B. s.u.) oder im gesprochenen/gesungenen Glaubensbekenntnis.


„Widersagst du dem Bösen, um in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben?“ Eltern und Patin/Pate: „Ich widersage!“
„Glaubst du an Gott, unseren Vater, der Himmel und Erde erschaffen hat, der uns Menschen liebt?“ Eltern und Patin/Pate: „Ich glaube!“
„Glaubst du an Jesus Christus, Gottes Sohn, der uns durch seinen Tod und seine Auferstehung erlöst hat?“ Eltern und Paten: „Ich glaube!“
„Glaubst du an den Heiligen Geist, der uns erneuern will, der durch uns die Welt verwandeln möchte?“ Eltern und Patin/Pate: „Ich glaube!“

g) Segensgebete
Gerne können Eltern, Paten oder andere Familienmitglieder vor dem allgemeinen Schlusssegen ein besonderes Segensgebet sprechen.
Bitte gegebenenfalls dem Taufspender oder Pfarrbüro mitteilen!

Irisches Segensgebet
Gottes reicher Segen soll Dich Dein Leben lang begleiten.
Er segne Deine Hände, dass sie behutsam seien,
dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden,
dass ihnen Kraft innewohne, zu trösten und zu heilen.
Der Herr segne Deine Augen, dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen;
dass sie das Unscheinbare nicht übersehen;
dass sie hindurchzuschauen vermögen durch das Vordergründige.
Der Herr segne Deine Ohren,
dass sie hellhörig seien für die Stimme der Not;
dass sie verschlossen seien für Lärm und Geschwätz;
dass Du sie bereitwillig anderen leihen kannst.
Der Herr segne Deinen Mund,
dass nichts von ihm ausgehe, was verletzt und zerstört;
dass er heilende Worte spreche und Anvertrautes bewahre;
dass er immer die rechten Worte finde
und zur gegebenen Zeit Stille wahrt.
Der Herr segne Dein Herz, dass es Wärme schenken und bergen kann;
dass es reich sei an Verzeihung,
dass es Freude und Leid teilen kann.

Der Herr segne dich!
Der Herr sei vor Dir, um Dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben Dir,
um Dich zärtlich in die Arme zu schließen und Dich zu schützen
Der Herr sei hinter Dir,
um Dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter Dir, um Dich aufzufangen, wenn Du fällst.
Der Herr sei in Dir, um Dich liebend zu trösten, wenn Du traurig bist.
Der Herr sei um Dich herum,
um Dich zu verteidigen, wenn andere über Dich herfallen.
Der Herr sei über Dir, um Dich zu segnen.

Gebet in größerer Gemeinschaft (Lothar Zanetti)
Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
dass es sehen lernt mit seinen eigenen Augen
das Gesicht seiner Mutter und die Farbe der Blumen
und den Schnee auf den Bergen und das Land der Verheißung.
Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
dass es hören lernt mit seinen eigenen Ohren
auf den Klang seines Namens, auf die Wahrheit der Weisen,
auf die Sprache der Liebe und das Wort der Verheißung
Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
dass es greifen lernt mit seinen eigenen Händen.
nach der Hand seiner Freunde, nach Maschinen und Plänen,
nach dem Brot und den Trauben und dem Land der Verheißung.
Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
dass es reden lernt mit seinen eigenen Lippen
von den Freuden und Sorgen, von den Fragen der Menschen,
von den Wundern des Lebens und dem Wort der Verheißung.
Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
dass es gehen lernt mit seinen eigenen Füßen
auf den Straßen der Erde, auf den mühsamen Treppen,
auf den Wegen des Friedens in das Land der Verheißung
Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
dass es lieben lernt mit seinem ganzen Herzen.

Aaron-Segen
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.

Symbole der Taufe

Name
Gott kennt dich und liebt dich. Er ruft dich bei deinem Namen!
In der Taufpatin, im Taufpaten gibt dir Gott eine persönliche Begleitung mit auf deinen Lebensweg.

Kreuz
Christus ist am Kreuz gestorben, war „ganz unten“, im tiefsten Tal des Todes. Gott hat ihm in der Auferstehung den Weg des Lebens geöffnet – und damit auch uns allen.
Wir werden auf den Tod und die Auferstehung Christi getauft. In der Taufe wirst du hinein-genommen in die Lebensdynamik von Christus.
Du wirst mit dem Kreuz bezeichnet und gesegnet. Mit Jesus kannst du aus den tiefen Tälern des Leides wieder ins Leben aufsteigen. Komm mit in die Freude des Glaubens!

Wasser
Dreimal wird Wasser über den Kopf gegossen: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Wasser ist zunächst ein Symbol des Todes (Unwetter, Sturzflut, Überschwemmungen…). Was dem Leben und seiner Entwicklung im Weg steht, das soll „sterben“.
Wasser ist vor allem aber das zentrale Symbol des Lebens, ohne Wasser kein Leben. Gott belebt, Gottes Geist haucht Leben ein.
Gott erfrischt dich und will dir Leben in Fülle schenken!

Salbung
Könige, Propheten und Priester wurden und werden gesalbt. Das lateinische Wort „Christus“ (hebräisch „Messias“) heißt übersetzt „Gesalbter“. Jesus Christus ist der Priester, Prophet und König schlechthin. Als Christen heißen und sind wir Gesalbte.
Mit Chrisam-Öl wirst du gesalbt zur Königin, Priesterin und Prophetin in Christus / zum König, Priester und Propheten in Christus! Gott beruft dich in seinen Dienst und stärkt dich!

Taufgewand
Ein weißes Gewand als Zeichen für Freude, Reinheit, Festlichkeit. Der Sonntag nach dem Ostersonntag heißt heute noch „Weißer Sonntag“, weil die in der Osternacht Neugetauften ein weißes Gewand bekamen, das sie eine Woche lang feierlich tragen durften.
Das weiße Taufgewand wird dir angezogen. Lebe und strahle aus der Freude der Liebe Gottes!

Taufkerze
Gott ist Licht. Er will nicht die Dunkelheit, das Leid oder gar den Tod. Er möchte uns sein Licht und seine Freude schenken.
Die Taufkerze wird an der Osterkerze, einem Symbol für den auferstandenen Jesus Christus, entzündet. Du darfst als Kind des Lichtes leben!